Ein feierlicher Moment: Guss der neuen Totenglocke für St. Bernhard

Am 3. Februar wurde in der Glockengießerei Perner in Passau die neue Totenglocke für die Pfarre St. Bernhard gegossen.

In der traditionsreichen Gießerei verfolgten Vertreter der Pfarre den feierlichen Moment, als die flüssige Glockenspeise in die vorbereitete Form gegossen wurde. Nach altem Brauch wurde der Guss mit Gebeten begleitet und unter den Schutz Gottes gestellt. Weiterlesen

Der heilige Blasius – Fürsprecher für Leib und Seele

Der heilige Blasius erinnert uns daran, wie eng Glaube, Mitgefühl und menschliche Nähe miteinander verbunden sind. Als Bischof und Arzt setzte er sich besonders für Kranke und Bedürftige ein. Einer alten Legende zufolge rettete er ein Kind, das an einer Fischgräte zu ersticken drohte – ein Zeichen seiner Hilfe in größter Not.
Bis heute wird der heilige Blasius als Fürsprecher für die Gesundheit verehrt.

Der Blasiussegen lädt uns ein, achtsam mit unserer Stimme und unserem Umgang miteinander zu sein, und auf Gottes Nähe und Schutz zu vertrauen – gerade in Zeiten von Krankheit und Unsicherheit:

Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr
vor Halskrankheiten und allem Bösen.
Es segne dich der allmächtige Gott,
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Möge der heilige Blasius für uns eintreten, damit wir gesund bleiben an Leib und Seele.

Darstellung des Herrn – Christus, das Licht der Welt. 🕯️

Vierzig Tage nach Weihnachten führt uns das Fest der Darstellung des Herrn noch einmal zurück zum Geheimnis der Menschwerdung. Maria und Josef bringen ihr Kind in den Tempel – nicht, um etwas Vorzeigbares zu präsentieren, sondern um Gott ihr Leben anzuvertrauen.

Simeon und Hanna erkennen in diesem unscheinbaren Kind mehr als andere: das Licht, das für alle Menschen leuchtet. Ein Licht, das nicht blendet, sondern wärmt. Ein Licht, das nicht verurteilt, sondern Orientierung schenkt. Ein Licht, das auch dort scheint, wo Dunkelheit, Unsicherheit oder Müdigkeit Raum gewonnen haben.

Die Segnung der Kerzen erinnert uns daran:
Christus will Licht sein – für unseren Alltag, für unsere Entscheidungen, für unser Miteinander. Und zugleich ruft er uns, dieses Licht weiterzutragen: durch Aufmerksamkeit füreinander, durch Hoffnung, durch kleine Zeichen der Liebe.

So lädt uns das Fest der Darstellung des Herrn ein, neu hinzusehen:
Wo braucht mein Leben Licht?
Wo kann ich selbst Licht sein für andere?

„Du bist mein geliebtes Kind“ – Aus der Taufe leben.

Am Fest der Taufe des Herrn endet die Weihnachtszeit – und zugleich beginnt etwas Neues. Jesus tritt in den Jordan und geht den Weg der Menschen mit. Er stellt sich in die Reihe der Suchenden, der Fragenden, der Hoffenden. Und genau dort, mitten im Alltag, spricht Gott sein Wort über ihn: „Du bist mein geliebter Sohn.“

Diese Zusage ist nicht nur für Jesus bestimmt. In unserer eigenen Taufe hat Gott auch über uns dieses Wort gesprochen. Noch bevor wir etwas leisten konnten, noch bevor unser Leben Gestalt angenommen hat, hat Gott uns beim Namen gerufen und gesagt: Du bist mein geliebtes Kind.

Die Taufe ist deshalb mehr als eine Erinnerung an einen vergangenen Tag. Sie ist eine Quelle, aus der wir immer neu schöpfen dürfen. Sie sagt uns, wer wir im Innersten sind – auch dann, wenn Zweifel, Müdigkeit oder Enttäuschung uns begleiten.

Das Fest lädt uns ein, neu hinzuhören:
Wo brauche ich heute dieses göttliche „Du bist mein geliebtes Kind“?
Wo darf in meinem Leben ein neuer Anfang wachsen?

Aus dieser Zusage dürfen wir leben – getragen, gesegnet und gesandt, um Hoffnung weiterzugeben.

Fest der Erscheinung des Herrn – Epiphanie 🌟 „Ein Licht geht auf…“

Heute feiern wir das Fest, an dem ein Stern Menschen aus großer Entfernung bewegt hat. Die Weisen folgten einem Licht – nicht, weil sie alle Antworten hatten, sondern weil ihnen etwas Hoffnung gab, die nicht zu ignorieren war.
Was ist heute mein Stern?
Welches Licht bewegt mich, wenn der Alltag oft grau erscheint?

Licht ist kein Besitz, sondern Einladung
Die Weisen bringen Geschenke dar – Gold, Weihrauch, Myrrhe.
Heute schenken Menschen Zeit, Zuhören, ein Lächeln.
Vielleicht ist das echte Licht nicht das Großartige, sondern das Verfügbare:
eine offene Tür, ein ehrliches Gespräch, ein Moment echter Nähe.

Aufbrechen statt Stillstand
Die Weisen verlassen ihr Zuhause.
Es braucht Mut, Gewohntes zu verlassen – nicht, weil die Welt perfekt ist, sondern weil Leben Bewegung braucht.
Wo bleibe ich stehen, obwohl mein Herz zu neuen Wegen ruft?
Wem darf ich heute entgegengehen?

Begegnung verwandelt
Am Ende kehren die Weisen nicht einfach heim – sie gehen anders.
Epiphanie ist ein Tag des Sehens:
Gott zeigt sich nicht in großer Macht,
sondern in der Nähe und im Mit-Einander.
Gott kommt nicht vorbei – er kommt mit.

HAPPY BIRTHDAY, lieber Christian!

Unser Pastoralassistent Christian Zeitlberger feiert am 2.1. seinen Geburtstag. Dazu wünscht ihm die gesamte Familie des Pfarrverbandes alles erdenklich Gute, viel Freude am Leben und Glauben sowie den schützenden und begleitenden Segen Gottes!

Lieber Christian, es ist schön, dass du unseren Pfarrverband mit deinem unermüdlichen Engagement bereicherst. Danke für deinen begeisterten Glauben, dein liebevolles und herzliches Gemüt sowie für deine Unterstützung und Hilfsbereitschaft!

Ad multos annos!

Hören, bewahren, Frieden suchen 🌟💫

Der Neujahrstag beginnt mit einem Innehalten.
Am Anfang des Jahres stellt die Kirche Maria vor uns –
eine Frau des Hörens und des Bewahrens.
Sie versteht nicht alles sofort,
doch sie trägt das Geschehen in ihrem Herzen.

So darf auch das neue Jahr offen beginnen.
Nicht alles muss schon geplant oder entschieden sein.
Was wir mitbringen – Freude, Sorge, Hoffnung und Fragen –
darf seinen Platz haben.

Der Weltfriedenstag weitet den Blick.
Frieden beginnt leise:
im achtsamen Umgang miteinander,
im Zuhören,
im Respekt vor der Würde jedes Menschen.

Maria steht für diesen stillen Weg.
Nicht durch Macht, sondern durch Vertrauen.
Nicht durch Lautstärke, sondern durch Offenheit für Gottes Wirken.

So liegt über dem Beginn des Jahres
eine Einladung zur Aufmerksamkeit –
für Gott,
für den Mitmenschen
und für die kleinen Schritte des Friedens im Alltag.

Gedanken zum Jahreswechsel

Der Übergang in ein neues Jahr lädt ein, innezuhalten.
Nicht alles, was vergangen ist, lässt sich einordnen oder erklären.
Manches bleibt unfertig, manches schmerzt, manches erfüllt mit Dankbarkeit.

Im Licht des Glaubens dürfen wir darauf schauen,
ohne uns selbst zu verurteilen
und ohne vorschnell Antworten finden zu müssen.
Gott begegnet uns nicht nur im Gelungenen,
sondern auch in dem, was offen, brüchig oder fragend geblieben ist.

Das neue Jahr liegt vor uns wie ein noch unbeschriebener Weg.
Wir wissen nicht, was er bringen wird.
Aber wir dürfen ihn gehen – Schritt für Schritt,
getragen von der Hoffnung,
dass unser Leben in Gottes Händen bleibt.

Vielleicht beginnt das Neue nicht mit großen Vorsätzen,
sondern mit einem wachsamen Herzen,
mit der Bereitschaft, zuzuhören,
und mit dem Vertrauen,
dass auch kleine Schritte Bedeutung haben.

Gott mitten im Alltag

Die Heilige Familie
lebt keinen perfekten Alltag.
Auch bei Maria, Josef und Jesus
gibt es Sorge, Arbeit, Fragen
und Entscheidungen.

Gerade darin zeigt sich:
Gott ist nicht nur in besonderen Momenten da,
sondern mitten im täglichen Leben.
Wo Menschen einander zuhören,
Geduld lernen,
neu anfangen
und füreinander Verantwortung tragen,
dort wächst Familie.

Dieses Fest lädt uns ein,
ehrlich auf unser eigenes Leben zu schauen:
auf das, was gelingt,
auf das, was uns fordert,
auf das, was wir Gott anvertrauen möchten.

So wird Familie –
in all ihren Formen –
zu einem Ort,
an dem Gottes Nähe
heute spürbar werden kann.

„Das Licht bleibt – auch im Dunkel“

Am Tag nach Weihnachten
führt uns die Kirche
vom Licht der Krippe
in die Wirklichkeit des Glaubens.

Der heilige Stephanus
bezeugt Christus
nicht mit großen Worten,
sondern mit seinem Leben.
Er bleibt dem Licht treu,
auch dort, wo es dunkel wird.

Sein Zeugnis erinnert uns:
Glaube ist nicht nur Trost,
sondern auch Vertrauen.
Nicht nur Freude,
sondern auch Standhaftigkeit.

Stephanus sieht den Himmel offen,
weil er Christus nicht aus den Augen verliert.
So fragt dieser Tag auch uns:
Wo sind wir gerufen,
Zeugen des Lichts zu sein –
still, mutig
und voller Hoffnung?