Am Abend des 6. Dezember fand in der Piaristenkirche Horn das diesjährige Adventsingen des GMV Horn statt. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher waren der Einladung gefolgt und füllten den Kirchenraum bis weit über den letzten Platz, um gemeinsam den Nikolaustag musikalisch ausklingen zu lassen.
Der GMV Horn präsentierte ein abwechslungsreiches Programm aus traditionellen Advent- und Weihnachtsliedern, feierlichen Chorsätzen sowie besinnlichen Melodien. Die sorgfältig ausgewählten Stücke schufen eine Atmosphäre der Ruhe und Vorfreude und stimmten schon ein wenig auf das bevorstehende Fest ein.
Am Morgen des Nikolaustages versammelten sich zahlreiche Gläubige in der noch dunklen Stadtpfarrkirche St: Georg in Horn zur ersten Roratemesse dieses Advents. Die Kirche war ausschließlich von Kerzen erleuchtet, was eine besonders feierliche und besinnliche Stimmung schuf.
P. Albert verwies auf die besondere Bedeutung der Roratemessen: Sie laden dazu ein, in der Stille des frühen Morgens auf Christus zu warten, das Licht, das die Dunkelheit erhellt. Der Nikolaustag, so betonte er, sei dafür ein besonders schönes Zeichen – ein Tag, an dem Licht, Güte und gelebte Nächstenliebe im Mittelpunkt stehen. Weiterlesen →
Christus ist nicht ein König, der auf Distanz regiert, sondern einer, der sich zu uns herabneigt. Seine Krone besteht aus Liebe, sein Zepter ist Barmherzigkeit, sein Reich wächst überall dort, wo Menschen einander in Güte begegnen. Christus ruft uns ein: „Mein Königtum ist nicht von dieser Welt – aber für diese Welt.“
Das Reich Christi ist kein Ort, sondern eine Haltung: Frieden statt Härte, Hoffnung statt Angst, Vertrauen statt Machtkampf. Wer sich öffnen kann für dieses andere Königtum, findet Wege, die von innen heraus verwandeln.
Am Kreuz zeigt Christus seine wahre Königswürde: Nicht durch Herrschaft, sondern durch Hingabe. Seine Stärke liegt im Mittragen unserer Lasten, sein Sieg im Überwinden von Gewalt durch Liebe.
Christus sucht keine Untertanen, sondern Menschen, die sich finden lassen. Er tritt in unser Leben, leise und unaufdringlich, und lädt uns ein, sein Reich in unserem Denken, unseren Worten und unserem Handeln beginnen zu lassen.
Christkönig ist ein Fest der Hoffnung, dass trotz Dunkel, Krieg und Hilflosigkeit sein Licht nicht verlöscht. Es erinnert uns daran: Das Reich Gottes ist ganz nah, wenn wir es zulassen, dass Christus in uns regiert – nicht mit Macht, sondern mit Liebe.
Am 2. November, dem Tag Allerseelen, halten wir inne.
Wir denken an jene, die uns im Leben begleitet haben – und nun in der Ewigkeit geborgen sind. Der Schleier zwischen Himmel und Erde scheint an diesem Tag ein wenig dünner zu sein. In der Stille spüren wir ihre Nähe, in der Erinnerung leben sie weiter.
Allerseelen erinnert uns daran, dass Leben und Tod keine Gegensätze sind, sondern Teile eines großen Ganzen. Was wir mit Liebe getan haben, bleibt. Was wir im Herzen tragen, vergeht nicht.
Vielleicht ist dieser Tag eine Einladung, eine Kerze zu entzünden – für die, die gegangen sind, und für das Licht, das in uns weiterleuchtet.
In der Hoffnung auf neues Leben vertrauen wir darauf: Liebe ist stärker als der Tod.
„Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.“ (Mt 5,9)
Am Fest Allerheiligen verweilen wir in einem Moment des Dankes und der Erinnerung. Wir denken an die unzähligen Menschen, die im Licht Gottes leben – an bekannte und unbekannte, große und stille Heilige, an jene, die in ihrem Alltag Gott Raum gegeben haben.
Heiligkeit – das ist kein fernes Ideal, sondern ein zartes Wachsen im Verborgenen: in der Geduld, die trägt, in der Liebe, die nicht nachrechnet, im Dienen, das nicht gesehen werden will, im stillen Gebet, das aus dem Vertrauen lebt.
Allerheiligen lädt uns ein, den Blick zu heben: Dankbar auf Menschen zu schauen, die uns Gutes getan, die uns geprägt und im Glauben gestärkt haben. Vielleicht tragen auch wir – leise, unscheinbar – etwas von ihrem Licht weiter.
Heiligkeit geschieht dort, wo wir dem Leben trauen, wo wir mit offenen Augen und wachem Herzen begegnen, wo wir das Gute nicht aufgeben – trotz aller Dunkelheiten, trotz allem, was unvollkommen bleibt.
Möge dieses Fest uns innerlich berühren. Möge es uns ermutigen, unser eigenes Leben als Weg zur Heiligkeit zu sehen – nicht vollkommen, aber ehrlich; nicht laut, aber leuchtend im Vertrauen auf den Gott des Lebens.
Vom 25. bis 30. Oktober machten sich 41 Pilgerinnen und Pilger aus unserem Pfarrverband im Horner Becken gemeinsam mit dem Seelsorgeteam auf den Weg nach Rom, um im Heiligen Jahr ihren Glauben zu vertiefen und Gemeinschaft zu erleben.
Gleich zu Beginn durften wir als Pilgerinnen und Pilger der Hoffnung drei der Heiligen Pforten durchschreiten – ein bewegender Moment, der uns tief in die Bedeutung des Heiligen Jahres hineinführte. Besonders berührend war der Besuch des Grabes von Papst Franziskus in Santa Maria Maggiore.
Neben den großen Basiliken führte uns die Wallfahrt auch zu Orten stiller Einkehr: nach Subiaco mit dem Kloster St. Scholastika und den Einsiedlergrotten des Heiligen Benedikt, wo wir inmitten eindrucksvoller Fresken die Heilige Messe feierten. Auch in der Kapelle unseres Quartiers Bonus Pastor beteten wir besonders für alle Menschen unseres Pfarrverbandes.
Natürlich durfte auch das Erleben der Ewigen Stadt nicht fehlen: Spaziergänge durch die römische Altstadt – von der Piazza Navona über das Pantheon bis zur Spanischen Treppe – wechselten sich mit Ausflügen in die Albaner Berge und nach Castel Gandolfo ab. Ein Höhepunkt war die Generalaudienz mit Papst Leo auf dem Petersplatz und der feierliche Gang durch die Heilige Pforte des Petersdoms zum Grab des Heiligen Petrus – ein ergreifender Moment tiefen Glaubens.
Zum Abschluss besuchten wir das Viertel Trastevere mit den Grab der Heiligen Cäcilia und der Basilika Santa Maria in Trastevere, bevor die Wallfahrt mit dem Besuch der Domitilla-Katakomben ihren stillen, eindrucksvollen Abschluss fand.
Gestärkt im Glauben, erfüllt von Gemeinschaft und dankbar für viele berührende Begegnungen kehrten wir nach Hause zurück – mit dem Gefühl, dass uns diese Tage in Rom auf besondere Weise miteinander und mit Gott verbunden haben.
Am 23. Oktober fand in Horn die Benefiz-Auktion „Bares für Ware“ statt, bei der Kunstobjekte lokaler Künstlerinnen und Künstler versteigert wurden. Mit großem Engagement, Humor und Herz wurde um zahlreiche Kunstwerke geboten – und das Ergebnis kann sich sehen lassen: 4100 Euro konnten erzielt werden!
Der gesamte Erlös kommt den Renovierungsarbeiten der Pfarre Horn zugute.
Ein besonders herzliches Dankeschön gilt unserer Pfarrkirchenrätin Gerda Erdner, die die Veranstaltung mit viel Einsatz, Organisationstalent und Begeisterung durchgeführt hat. Ohne sie wäre dieser erfolgreiche Abend nicht möglich gewesen.
Allen Künstlerinnen und Künstlern, Unterstützerinnen und Unterstützern sowie den großzügigen Bieterinnen und Bietern ein großes Vergelt’s Gott!
Im Rahmen der Begegnungstage fand ein inspirierendes Synodales Gespräch statt, das zahlreiche Pfarrgemeinderäte aus dem Dekanat zusammenführte.
Der Abend begann mit einer feierlichen Heiligen Messe, die von Bischofsvikar P. Antonio zelebriert wurde. In seiner Predigt griff er das Tagesevangelium auf und betonte die christliche Grundhaltung, für Gott verfügbar zu sein – mit offenem Herzen und hörender Bereitschaft auf sein Wort der Liebe. Beim Gottesdienst wurden 150,90 Euro für Martin Römer in Mexico City gesammelt.
Im Anschluss an die Messe versammelten sich die TeilnehmerInnen im Pfarrsaal, wo Generalvikar Christoph Weiss mit einem geistlich fundierten Input zum christlichen Sendungsauftrag den weiteren Austausch eröffnete. Dabei stellte er das „ABC des kirchlichen und pfarrlichen Lebens“ vor – eine Einladung, die vielfältigen Realitäten, Aufgaben und Herausforderungen in den Pfarrgemeinden bewusst wahrzunehmen und wertzuschätzen.
Im Zentrum seines Inputs stand die Frage: Was ist das Wesentliche am Christentum? Diese Leitfrage zog sich wie ein roter Faden durch die Kleingruppengespräche. In einem offenen und ehrlichen Austausch teilten die Teilnehmer ihre persönlichen Überzeugungen und Erfahrungen. Die Gesprächsimpulse lauteten:
Was ist mein Herzensanliegen als Christ?
Warum engagiere ich mich in der Pfarre?
Worin besteht der Auftrag für uns Christen heute?
Es entstand ein spannender und gleichzeitig berührender Austausch, geprägt von Glaubenstiefe und persönlicher Christusbeziehung.
Durch das aufmerksame Zuhören und die Momente der Stille konnte Gottes Geist erlebbar werden.
Der Abend klang in einer Atmosphäre der Gemeinschaft bei einer Agape aus. Weiterlesen →
Das 39. Begegnungscafe im Pfarrsaal Horn am 18. Oktober stand unter dem Zeichen der „Begegnungstage im Dekanat Horn“.
Als besondere Gäste konnten von Pfarrer P. Albert Groiß OSB und Susanne Ferstl von „Willkommen Mensch“ Weihbischof Dr. Anton Leichtfried und Dechant P. Michael Hüttl OSB begrüßt werden.
Zuerst gab es ein Austauschtreffen mit jenen jungen Menschen, die aus dem Vorderen Orient nach Horn gekommen sind und sich hier auf die Taufe vorbereiten oder bereits in den letzten Jahren die Taufe empfangen haben. Manche von ihnen erzählten dem Weihbischof in ergreifenden Worten ihr Schicksal und ihren Weg zum christlichen Glauben – und auch von den Schwierigkeiten, die sie auch nach Erhalt des Asylstatus in Österreich erleben.
Weiters kam es zu einer sehr persönlichen Begegnung des Weihbischofs mit dem Iman von Horn, Naeem Mohammad, und weiteren muslimischen Gästen, die in Horn und Umgebung leben.
Die Psychologin Ama Lovenson stellte für alle TeilnehmerInnen des Nachmittags zweisprachig (deutsch – englisch) die Telefonseelsorge in Österreich vor.
Bei afghanischen (und österreichischen) Köstlichkeiten am es zum anregenden Gedankenaustausch bis 18.00 Uhr.
Weihbischof Leichtfried dankte allen Akteuren für ihren Dienst und ihr Engagement für die neu in Horn Angekommenen und ihre Begleitung auf ihren Lebenswegen.
Im Rahmen der Begegnungstage im Dekanat Horn besuchte Generalvikar Dr. Christoph Weiss das Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Horn. In einer offenen und angeregten Diskussionsrunde stellte er sich den Fragen der Maturaklassen – und zeigte dabei eindrucksvoll, wie lebendig und aktuell Glaube heute sein kann.
Die Themenpalette war breit gefächert: Von der spannungsvollen Beziehung zwischen Religion und Wissenschaft über die Frage nach Himmel und Hölle bis hin zu kirchlichen Themen wie dem Zölibat oder der Rolle des Religionsunterrichts im Vergleich zum Ethikunterricht. Auch sehr persönliche Fragen wurden gestellt – etwa, ob und wie Dr. Weiss in seinem eigenen Leben die Nähe Gottes erfahren habe.
Mit großer Offenheit und spürbarer Authentizität trat der Generalvikar in den Dialog mit den Jugendlichen und zeigte, dass Kirche auch ein Ort des Zuhörens und des Fragens sein kann. Die SchülerInnen nutzten die Gelegenheit, um ihre Gedanken einzubringen und kritisch nachzufragen – ein lebendiger Austausch, der noch lange nachwirken dürfte.
Der Besuch war Teil der Begegnungstage, die das Ziel verfolgen, Kirche und Gesellschaft ins Gespräch zu bringen – und genau das ist an diesem Vormittag im BG/BRG Horn in beeindruckender Weise gelungen. Weiterlesen →