Schlüsselübergabe an neuen Administrator P. Albert Groiß OSB

Bei einer kurzen, schlichten Feier in der Stiftskirche Altenburg wurde am 12. März dem neuen Administrator des Stiftes Altenburg vom Abtpräses der Österreichischen Benediktinerkongregation, Johannes Perkmann OSB, aufgrund der Wahl vom 23. Februar das Siegel und der Schlüssel des Klosters überreicht.

Auf dem Siegel ist die Gottesmutter Maria, die Patronin der Altenburger Stiftskirche, dargestellt; sie weist mit ihrer Hand auf Christus hin.

Der neue Administrator, P. Albert Groiß OSB, dankte bei dieser Feier seinen Mitbrüdern für ihr Vertrauen. Als neuer Leiter des Klosters möchte er die Gemeinschaft stärken und versuchen, neue Mitglieder zu gewinnen, die nach der Vision des „Pfarrverbandes im Horner Becken“ begeistert glauben und gemeinsam wachsen wollen.

Dank sagte er auch seinem Vorgänger Abt Thomas Renner OSB für dessen Dienst in den vergangenen zwölf Jahren für Altenburg sowie seinem Vorvorgänger Abt Christian Haidinger OSB, der am 12. März seinen 82. Geburtstag begeht.

„Mit Gottes Hilf“, wie es in der ältesten Übersetzung der Stiftungsurkunde aus dem Jahr 1144 heißt, möchte sich P. Albert seelsorglich engagieren und gemeinsam mit den Wirtschaftsfachleuten des Stiftes den Bestand des Klosters sichern.

Fastenbrechen in der Horner Moschee

Fotos: Dieter Schweig und P. Albert

Am Abend des 1. März wurden Vertreter der römisch-katholischen und evangelischen Pfarre und ebenso der politischen Gemeinde Horn zum Fastenbrechen der muslimischen Community in Horn eingeladen. Nach Grußbotschaften durch den Imam Naeem Mohammad, Pfarrer P. Albert Groiß OSB, Seniorin Birgit Schiller und des Bürgermeisters Gerhard Lentschig und dem täglichen Abendgebet wurde das Fasten dieses Tages gebrochen – dies geschieht gewöhnlich mittels einer Dattel, auf die dann Pizza und Süßspeisen folgten.

Heuer begannen sowohl die Christen als auch die Muslime mit dem Aschermittwoch, 18.2. die jährliche Fastenzeit, die bei den Muslimen Ramadan genannt wird.

Auch bei der Langen Nacht der Kirchen am 29. Mai wird es die Möglichkeit geben, die Moschee am Horner Kirchenplatz zu besuchen! Weiterlesen

Neue Leitung für das Benediktinerstift Altenburg

„Befiehl dem Herrn deinen Weg und vertrau ihm, er wird es fügen“ (Ps 37,5)

Nach Ablauf der zwölfjährigen Amtszeit von Abt Thomas Renner OSB als Abt des Stiftes Altenburg wählte der Konvent des Stiftes am 23. Februar 2026 unter dem Vorsitz des Abtpräses Johannes Perkmann OSB aus dem Stift Michaelbeuern den Pfarrer von Horn und Moderator des Pfarrverbandes im Horner Becken, P. Albert Groiß OSB zum Administrator für 3 Jahre. Nach einer Bedenkzeit hat P. Albert Groiß OSB der Wahl zugestimmt und empfängt mit dem 12. März aus der Hand des Abtpräses die Schlüssel des Klosters. Dabei wird auch seinem Vorgänger Abt Thomas Dank für seinen Dienst ausgesprochen. Weiterlesen

Neue Fastentücher in der Horner Georgskirche – ein Zeichen der Gemeinschaft

Mit Beginn der Fastenzeit wurde unsere Horner Georgskirche durch eine besondere Installation sichtbar verwandelt: Die neuen Fastentücher laden dazu ein, den Kirchenraum mit anderen Augen zu erleben – stiller, konzentrierter und zugleich voller Hoffnung.

Die Fastentücher sind aus vielen einzelnen Luftmaschenschnüren entstanden. Jede Schnur für sich wirkt zart und unscheinbar – und doch ist jede einzelne unverzichtbar. Erst im Zusammenspiel wird daraus ein großes Ganzes. So wird auf eindrucksvolle Weise sichtbar, was auch unsere Pfarrgemeinde ausmacht: Viele Menschen mit unterschiedlichen Begabungen, Lebenswegen und Erfahrungen bilden gemeinsam eine lebendige Gemeinschaft.

Auch die Farben der Schnüre greifen die besondere Stimmung der Fastenzeit auf. Violett als Farbe der Umkehr und Besinnung, dunklere Töne als Zeichen der Stille und des Innehaltens – aber ebenso hellere Fäden, die Hoffnung und neues Leben anklingen lassen. Denn die Fastenzeit ist nicht nur eine Zeit des Verzichts, sondern vor allem ein Weg: ein Weg der Vorbereitung, der inneren Reinigung und der bewussten Hinwendung zu Gott.

Insgesamt sind 1076 Schnüre in dieses Projekt eingeflossen. Gestaltet wurden sie von SchülerInnen aller sieben Horner Schulen – Sonderschule, Volksschule, Mittelschule, Gymnasium, Polytechnische Schule, HAK und HLW – sowie von engagierten Pfarrmitgliedern. So ist ein Fastentuch gewachsen, das weit mehr ist als Dekoration: Es ist ein Symbol für Zusammenhalt, Geduld, Kreativität und Glauben.

Viele kleine Beiträge verbinden sich zu einem Zeichen, das den Kirchenraum nicht nur optisch verändert, sondern auch eine Botschaft trägt: Wir Menschen sind miteinander verbunden – und gemeinsam können wir wachsen, einander stärken und den Glauben lebendig gestalten.

Ein herzliches Dankeschön!!!

Ein großes und aufrichtiges Danke gilt allen, die dieses Projekt möglich gemacht haben: den Schülerinnen und Schülern, den Lehrpersonen, den beteiligten Schulen, allen Helferinnen und Helfern in der Vorbereitung und Umsetzung sowie allen Pfarrmitgliedern und Unterstützern.
Jede einzelne Schnur ist ein Beitrag – und gemeinsam ist daraus etwas ganz Besonderes entstanden. Weiterlesen

Ein feierlicher Moment: Guss der neuen Totenglocke für St. Bernhard

Am 3. Februar wurde in der Glockengießerei Perner in Passau die neue Totenglocke für die Pfarre St. Bernhard gegossen.

In der traditionsreichen Gießerei verfolgten Vertreter der Pfarre den feierlichen Moment, als die flüssige Glockenspeise in die vorbereitete Form gegossen wurde. Nach altem Brauch wurde der Guss mit Gebeten begleitet und unter den Schutz Gottes gestellt. Weiterlesen

Der heilige Blasius – Fürsprecher für Leib und Seele

Der heilige Blasius erinnert uns daran, wie eng Glaube, Mitgefühl und menschliche Nähe miteinander verbunden sind. Als Bischof und Arzt setzte er sich besonders für Kranke und Bedürftige ein. Einer alten Legende zufolge rettete er ein Kind, das an einer Fischgräte zu ersticken drohte – ein Zeichen seiner Hilfe in größter Not.
Bis heute wird der heilige Blasius als Fürsprecher für die Gesundheit verehrt.

Der Blasiussegen lädt uns ein, achtsam mit unserer Stimme und unserem Umgang miteinander zu sein, und auf Gottes Nähe und Schutz zu vertrauen – gerade in Zeiten von Krankheit und Unsicherheit:

Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr
vor Halskrankheiten und allem Bösen.
Es segne dich der allmächtige Gott,
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Möge der heilige Blasius für uns eintreten, damit wir gesund bleiben an Leib und Seele.

Darstellung des Herrn – Christus, das Licht der Welt. 🕯️

Vierzig Tage nach Weihnachten führt uns das Fest der Darstellung des Herrn noch einmal zurück zum Geheimnis der Menschwerdung. Maria und Josef bringen ihr Kind in den Tempel – nicht, um etwas Vorzeigbares zu präsentieren, sondern um Gott ihr Leben anzuvertrauen.

Simeon und Hanna erkennen in diesem unscheinbaren Kind mehr als andere: das Licht, das für alle Menschen leuchtet. Ein Licht, das nicht blendet, sondern wärmt. Ein Licht, das nicht verurteilt, sondern Orientierung schenkt. Ein Licht, das auch dort scheint, wo Dunkelheit, Unsicherheit oder Müdigkeit Raum gewonnen haben.

Die Segnung der Kerzen erinnert uns daran:
Christus will Licht sein – für unseren Alltag, für unsere Entscheidungen, für unser Miteinander. Und zugleich ruft er uns, dieses Licht weiterzutragen: durch Aufmerksamkeit füreinander, durch Hoffnung, durch kleine Zeichen der Liebe.

So lädt uns das Fest der Darstellung des Herrn ein, neu hinzusehen:
Wo braucht mein Leben Licht?
Wo kann ich selbst Licht sein für andere?

„Du bist mein geliebtes Kind“ – Aus der Taufe leben.

Am Fest der Taufe des Herrn endet die Weihnachtszeit – und zugleich beginnt etwas Neues. Jesus tritt in den Jordan und geht den Weg der Menschen mit. Er stellt sich in die Reihe der Suchenden, der Fragenden, der Hoffenden. Und genau dort, mitten im Alltag, spricht Gott sein Wort über ihn: „Du bist mein geliebter Sohn.“

Diese Zusage ist nicht nur für Jesus bestimmt. In unserer eigenen Taufe hat Gott auch über uns dieses Wort gesprochen. Noch bevor wir etwas leisten konnten, noch bevor unser Leben Gestalt angenommen hat, hat Gott uns beim Namen gerufen und gesagt: Du bist mein geliebtes Kind.

Die Taufe ist deshalb mehr als eine Erinnerung an einen vergangenen Tag. Sie ist eine Quelle, aus der wir immer neu schöpfen dürfen. Sie sagt uns, wer wir im Innersten sind – auch dann, wenn Zweifel, Müdigkeit oder Enttäuschung uns begleiten.

Das Fest lädt uns ein, neu hinzuhören:
Wo brauche ich heute dieses göttliche „Du bist mein geliebtes Kind“?
Wo darf in meinem Leben ein neuer Anfang wachsen?

Aus dieser Zusage dürfen wir leben – getragen, gesegnet und gesandt, um Hoffnung weiterzugeben.