Karfreitag – unter dem Kreuz

Wo Worte verstummen und Liebe bleibt

Es wird still.

Worte verstummen.
Der Weg endet am Kreuz.

Jesus trägt,
was Menschen ihm auferlegen.
Er trägt Schmerz,
Angst und Verlassenheit.

Und dennoch bleibt Liebe.

Keine große Antwort.
Kein sichtbarer Sieg.
Nur dieses Bleiben.

Unter dem Kreuz
steht die Hoffnung still
und gibt doch nicht auf.

Karfreitag erinnert uns:
Auch in den dunklen Stunden
ist Gott nicht fern.

Er bleibt dort,
wo Menschen leiden,
wo Tränen fallen,
wo Worte fehlen.

Am Ölberg – Einladung zur Stille

Der Ölberg am Abend des Gründonnerstags erinnert an jene Nacht, in der Jesus den Weg des Vertrauens gegangen ist – betend, ringend und ganz offen vor Gott. Inmitten von Angst und Unsicherheit sucht er die Stille und bleibt im Gespräch mit dem Vater.

Auch für uns kann dieser Ort zu einer Einladung werden: Sorgen, Fragen und alles, was uns bewegt, nicht zu verdrängen, sondern vor Gott hinzulegen. Gerade in stillen Momenten wächst oft die Ahnung, dass wir mit dem, was uns beschäftigt, nicht allein sind.

„Bleibt hier und wacht mit mir“ – dieser Satz Jesu lädt ein, einen Augenblick bewusst dazubleiben, still zu werden und dem Raum zu geben, was im Alltag oft keinen Platz findet.

Manchmal beginnt Hoffnung dort, wo wir still werden.

Gründonnerstag – ein Abend voller Erinnerungen

Ein Tisch ist gedeckt.
Brot liegt bereit.
Ein Kelch wird gereicht.

Im Dämmerlicht des Abends:
ein Moment der Nähe,
ein Zeichen der Liebe,
ein stilles Vermächtnis.

„Tut dies zu meinem Gedächtnis“ –
nicht nur als Erinnerung,
sondern als Einladung:
zum Teilen,
zum Dienen,
zum Bleiben.

In jedem gebrochenen Brot
liegt ein Stück Hoffnung.
In jedem Schluck vom Kelch
ein Versprechen von Leben.

Heute –
lass den Lärm verstummen.
Lass das Herz hören.
Lass die Seele erinnern.

Vielleicht ist der Gründonnerstag
die Einladung, still zu werden
und neu zu spüren:

Er ist da –
im Einfachen,
im Miteinander,
im Zeichen seiner Liebe. 

Palmsonntag – Beginn der Hl. Woche

Palmsonntag – Hoffnung, die mitgeht

Sie breiten ihre Kleider auf dem Weg aus.
Sie schneiden Zweige von den Bäumen und rufen: Hosianna!
Jesus zieht in Jerusalem ein.

Er kommt nicht hoch zu Ross,
nicht mit Macht und Stärke,
sondern auf einem Esel – friedlich und bescheiden.

Der Palmsonntag lädt uns ein, Hoffnung sichtbar zu machen.
Mit unseren Palmzweigen, mit unserem Gebet, mit unserem Mitgehen.

Gott kommt uns entgegen.
Nicht fern und unnahbar,
sondern mitten hinein in unseren Alltag, in unsere Gedanken, in unser Leben.

Was dürfen wir ihm heute hinhalten?
Unsere Freude.
Unsere Sorgen.
Unsere Sehnsucht nach Frieden.

Wir dürfen darauf vertrauen:
Er sieht uns.
Er hört unsere Stimmen – die lauten und die leisen. 🌿