Heitere Herbstgedanken – Früchte und Früchtchen

Viele Früchte sind in Gottes Obstkorb.
Und eines dieser Früchtchen, das bin ich.
Manche sind wie Stachelbeeren: herb und sauer,
andere zuckersüß wie griechische Rosinen.
Manche sind wie hochgewachsene Stangenbohnen,
andere rund und mollig wie ein Kürbis.
Manche, die sind spritzig, saftig wie ein Pfirsich,
andere sind trockenes Dörrobst, extra dry.
Manche jucken dich und kitzeln wie Hagebutten,
andere hinterlassen bitteren Nachgeschmack.
Manche, die sind giftig, trotz der schönen Farben,
andere sind wie Medizin: sie tun einfach gut.
Manche, die werden faul schon auf den Bäumen,
oder sind hohl von innen: taube Nüsse.
Manche die sind wirklich ungenießbar:
ganz geschmacklos – oder muffig – oder faul.
Manche sind das Hauptgericht in unserem Leben,
andere eher Nachtisch: wie Kompott flambiert.
Jede Frucht schmeckt anders: Du und ich.
Viele Früchte sind in Gottes Obstkorb.
Und eines dieser Früchtchen, das bin ich.
weitergeleitet von kfb St. Pölten – danke für diese Gedanken! 

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Matthäus 15, 21-28

Im Evangelium zum Sonntag, 16. August, hören wir von der Frau, deren Tochter von einem Dämon beherrscht wird. Als Mutter weiß ich, wie es ist, wenn ein Kind krank ist. Alles andere tritt zurück hinter die Sorge und Angst um das kranke Kind. So verstehe ich, dass diese Mutter hinter Jesus herläuft. Und nicht aufgibt. Auch nicht, als er sie ignoriert und zurückweist. Da wird sie sogar lästig. Sie vergeudet ihre Zeit nicht mit Jammern und Klagen, sie fordert und sucht Hilfe für ihr Kind. Und kommt aus ihrem Glauben heraus an den Richtigen, den Heiland. Jesus hört und erhört diese Mutter. So will ich von dieser Frau lernen, und versuchen, zu glauben, statt zu klagen, Gott zu vertrauen, statt zu resignieren und hartnäckig zu bleiben, wenn sich etwas zum Guten verändern soll – nicht nur, wenn es um meine Kinder geht . . .
Helga Maria Hornbachner

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Was suche ich im Sommer?

Im Regen kann ich finden
die Zeit, wie sie verrinnt,
die Sonne kann mir zeigen,
wie Licht aus sich beginnt.
Die Ruhe kann mir geben,
was mir im Alltag fehlt,
und Wegfahren zeigt Leben,
zeigt, wie viel Urlaub zählt.

Und manchmal, auch im Sommer,
mein Gott, da suche ich Dich.
Und finde, weil Du da bist,
in Deiner Liebe auch mich.
(Gedanken an einem regnerischen Sommertag von H. Hornbachner)

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