
Heute, am 1. September, beginnt die Schöpfungszeit. Bis zum Fest des heiligen Franz von Assisi am 4. Oktober sind wir eingeladen, unsere Welt wieder bewusster als Gottes Schöpfung wahrzunehmen.
Schöpfung begegnet uns jeden Tag: im Licht des Morgens, im Rauschen der Bäume, im Wasser, das unseren Durst stillt, und in den Menschen, die unseren Weg begleiten. Vieles davon erscheint uns selbstverständlich. Doch nichts davon ist selbstverständlich – alles ist Geschenk.
Die Schöpfungszeit lädt uns ein, innezuhalten und neu hinzusehen:
Wo entdecke ich heute eine Spur Gottes?
Wofür bin ich dankbar?
Und wo kann ich selbst dazu beitragen, das Leben zu schützen und zu bewahren?
Es braucht nicht immer große Taten. Achtsam mit Lebensmitteln umzugehen, weniger wegzuwerfen, sorgsam mit Wasser und Energie zu sein, einem Menschen aufmerksam zuzuhören oder einem Tier und einer Pflanze Raum zum Leben zu lassen – all das sind kleine Zeichen der Verantwortung.
Denn wir stehen nicht außerhalb der Schöpfung. Wir sind ein Teil von ihr. Was wir ihr Gutes tun, kommt auch uns selbst und den Menschen nach uns zugute.
„Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Und siehe, es war sehr gut.“
(Genesis 1,31)
Vielleicht nehmen wir uns in diesen Wochen jeden Tag einen Augenblick Zeit, um zu staunen, zu danken und mit einer kleinen Tat zu antworten.
Gott, öffne unsere Augen für die Schönheit deiner Schöpfung.
Lehre uns, dankbar zu leben und achtsam mit allem umzugehen,
was du uns anvertraut hast. Amen.