
Die Jünger sitzen hinter verschlossenen Türen.
Angst, Unsicherheit und Fragen bestimmen ihre Gedanken.
Wie soll es weitergehen?
Und genau in diesem Moment geschieht Pfingsten.
Gottes Geist kommt nicht laut und mächtig daher, um Angst zu machen.
Er kommt wie ein Wind, der neue Luft bringt.
Wie ein Feuer, das Herzen wärmt und Menschen bewegt.
Pfingsten bedeutet:
Der Himmel öffnet Türen.
Türen aus der Angst hinaus ins Vertrauen.
Türen aus der Sprachlosigkeit hinein in Begegnung.
Türen aus der Enge hinein in Hoffnung und neues Leben.
Plötzlich verstehen Menschen einander wieder.
Grenzen verlieren ihre Macht.
Aus verunsicherten Menschen werden mutige Zeuginnen und Zeugen.
Auch heute erleben wir verschlossene Türen:
zwischen Menschen,
in Familien,
in unserer Gesellschaft
oder manchmal tief in unserem eigenen Herzen.
Der Heilige Geist will sie öffnen.
Oft geschieht das nicht spektakulär, sondern ganz leise:
durch ein gutes Wort,
durch Zuhören,
durch Versöhnung,
durch Menschen, die Hoffnung schenken.
Vielleicht beginnt Pfingsten genau dort,
wo wir uns neu aufeinander einlassen
und Gottes Geist Raum geben.
Denn wo Gottes Geist wirkt,
wird Leben weiter,
freier
und heller.
Komm, Heiliger Geist,
öffne die Türen unserer Herzen.
Schenke uns Mut,
wo Angst uns lähmt.
Schenke uns Hoffnung,
wo Resignation spürbar wird.
Lass uns Menschen sein,
die Frieden bringen,
Mut machen
und deine Liebe weitertragen.
Denn dein Geist verbindet, erneuert
und macht alles neu.