Texte, Gedanken, Betrachtungen

09.10.2018

Guten Morgen!

Betend geh ich durch den Morgen,
betend geh ich in den Tag,
werf auf Gott all meine Sorgen,
so – jetzt komm, was kommen mag . . .
HMH


September 2018

SONNTAG – Text von Christa Spilling-Nöker

In einer Predigt von Pater Albert ist mir ein Text aufgefallen –
und ich habe mir vorgenommen, diesen Text manchmal am Samstag zu lesen . .  .

Einen Tag in der Woche freihalten
von Arbeit und Pflicht,
um das Geschenk des Lebens zu feiern
voller Freude und Glück.

Einen Tag in der Woche nicht erschöpft vor dem Fernseher sitzen,
sondern den eigenen schöpferischen Kräften
Spielraum gewähren
zur Entfaltung seiner selbst.

Einen Tag in der Woche sich nicht zerstreuen müssen,
sondern sich sammeln dürfen
um in Ruhe bedenken zu können,
was war und was ist und was wird.

Einen Tag in der Woche nicht unter dem Zwang von Aufgaben stehen,
sondern sich hingeben dürfen
von Augenblick zu Augenblick
in Liebe und Lebenslust.

Einen Tag in der Woche nicht atemlos herumhetzen müssen,
sondern aufatmen können,
um die Seele zu weiten
und sich selbst zu entdecken
Schritt für Schritt.

Einen Tag in der Woche nicht des Morgens früh aufstehen müssen,
sondern aufstehen dürfen,
schon hier, heute und jetzt
in eine Gegenwart
voller Hoffnung und Licht.

Text: Christa Spilling-Nöker Einen Tag in der Woche freihalten, in: Sonntäglich leben. Von der Muße und anderen Künsten des Lebens, Eschbach 2001, 4.


27.07.2018

zur 1. Lesung

Exodus 20,4
Du sollst dir kein Gottesbild machen und keine Darstellung von irgendetwas am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde.

Du sollst dir kein Bild von mir und dem, was ich geschaffen habe, machen!
Das gibt Gott Mose als eines der Gebote.
Mach dir kein Bild, sondern nimm einfach an, was du siehst, schau auf das,
was ich bin und was ich geschaffen habe, aber mach dir kein Bild davon . . .
Wenn ich mir ein Bild von etwas mache, glaube ich, es zu kennen . . .
Wenn ich mir ein Bild von jemand gemacht habe,
tu ich mir schwer damit, dieses Bild zu verändern
und den Menschen so anzuschauen, wie er gerade vor mir steht . . .
Wenn ich mir kein Bild gemacht habe,
kann ich noch staunen und mich überraschen lassen . . .
Sollte ich mir darum kein Bild machen,
oder ist es einfacher, zu glauben,
dass Gott etwas gegen Fotos hat?
HMH

 


19.07.2018

Jedem Menschen zum Geburtstag

Psalm 139, Vers 14

Ich danke dir, dass du mich so wunderbar gestaltet hast. /
Ich weiß: Staunenswert sind deine Werke.“

An meinem Geburtstag fällt mir dieser Vers ein
– und ich erkenne: darum feiere ich meinen Geburtstag!
Mich, das Werk Gottes, das ich bin, darf ich an einem Tag im Jahr bewusst feiern.
Wie kann ich mich feiern, ohne in Gefahr zu kommen, überheblich zu werden?
Ganz einfach: akzeptieren, dass dieser Vers auf jeden Menschen zutrifft.
Ja, das hilft mir! Und ich stelle für jeden Menschen fest: 

Ich danke dir, dass du mich so wunderbar gestaltet hast. /
Ich weiß: Staunenswert sind deine Werke.“

So wünsche ich mir (und jedem Dir)
mindestens einmal jährlich
einen Tag der staunenden Dankbarkeit
für mich (für jedes Mich und jedes Dich!)

ALLES GUTE ZUM GEBURTSTAG!
HMH


12.05.2018

Muttertag

Womit kann man eine Mutter vergleichen?

Ich will sie mit einem Korb vergleichen.

Aufnahmebereit für ihr Kind.

Und sie wird getragen.

Ausgefüllt von ihrem Kind.

Und sie wird getragen.

Angefüllt mit Liebe zu ihrem Kind.

Und sie wird getragen.

Voll mit allem, was sie jemals bekommen hat.

Und sie wird getragen.

Offen für alles, was ihr Muttersein ihr bringt an Freud und Leid.

Und sie wird getragen.

Bereit, herzugeben, was sie in sich hat.

Und sie wird getragen.

MÜTTER WERDEN VON GOTT BESONDERS GETRAGEN – SIE TRAGEN MIT!
HMH


04.05.2018

Gedanken zum

GEGRÜSSET SEIST DU, MARIA – Grüßen ist nicht mehr modern

VOLL DER GNADE – Gnade – hört sich nach Betteln an

DER HERR IST MIT DIR – Selbst ist die Frau. Wir sind doch emanzipiert

DU BIST GEBENEDEIT UNTER DEN FRAUEN – „gebenedeit“? – laut Wörterbuch: gesegnet

UND GEBENDEIT IST DIE FRUCHT DEINES LEIBES – Ist eine Frau nur durch ihre Leibesfrucht etwas wert?

JESUS. – Ja, Jesus. Durch ihn bedeutet diese Frau wirklich etwas.

HEILIGE MARIA, MUTTER GOTTES, – Sie ist Mutter. Hat Ängste, Schmerzen und Liebe zu ihrem Kind gefühlt. Wie jede Mutter.

BITTE FÜR UNS SÜNDER – Ich soll ein Sünder sein? Brauche ich jemand, der für mich bittet?

JETZT – Mir geht`s gut. Was sollte ich jetzt brauchen?

UND IN DER STUNDE UNSERES TODES – An meinen Tod will ich gar nicht denken. Wer weiß, wie es mir da geht.

AMEN.

Endlich aus. Und da soll ich vielleicht noch Rosenkranz beten. Mit 53 Gegrüßet seist du, Maria. Und Geheimnissen.
Ich versteh das einfache Gebet schon nicht. Außerdem, was hat das für einen Sinn? Immer dasselbe sagen. – – –
Wenn mir ein Psychologe erklärt, dass ich beim Autogenen Training jeweils 10 x „Mein rechter Arm ist schwer, ich bin ganz ruhig.“, sagen muss, sehe ich das ein. Das beruhigt wirklich. – – – Vielleicht beruhigt beten auch. Gibt Sicherheit. Hilft mir, mich zu versenken. Vielleicht komm ich da auf etwas drauf. – – – Ein Geheimnis lautet ja: „Der Dich, o Jungfrau, im Himmel gekrönet hat.“ – – – Wenn Maria im Himmel die Krone trägt, und ich bitte sie, mit mir zu beten, hat ihre
Fürbitte doch Gewicht. – – – Sie bittet mit mir, vielleicht auch für mich – – – bei ihrem Sohn. – – – – –
Vielleicht sollte ich sie doch öfter grüßen. Wie vor mehr als 2000 Jahren ein Engel das getan hat.
Damit hat ja alles angefangen:

GEGRÜSSET SEIST DU, MARIA, VOLL DER GNADE, DER HERR IST MIT DIR

DU BIST GEBENEDEIT UNTER DEN FRAUEN UND GEBENEDEIT IST DIE FRUCHT DEINES LEIBES, JESUS.

HEILIGE MARIA, MUTTER GOTTES, BITTE FÜR UNS SÜNDER

JETZT UND IN DER STUNDE UNSERES TODES.

AMEN.
HMH


31.03.2018

Was ist Ostern?

Diese einfache, aber anscheinend schwer zu beantwortende Frage habe ich beim Fastensuppenessen im Pfarrsaal gestellt. Danke für Eure/Ihre Antworten! Hier eine Auswahl: Die Auferstehung liegt schon in der Natur, Ostern ist Tradition und das Hochfest des christlichen Glaubens. Ostern ist Licht, Hoffnung, Neubeginn. Das Ende der Fastenzeit, man braucht nicht mehr so dicke Jacken (hoffentlich auch heuer irgendwann!) und der Stein vor der Kirchentür wird weggerollt. Schokoosterhase, Weihfleisch und Brunnenkressesalat mit hartgekochen Eiern sind der Geschmack von Ostern. Osterlamm, Osterkerze und gefärbte Eier Symbole für Ostern. Die Familie trifft sich zu Ostern (auch wenn einige Familienmitlieder nicht mehr in die Kirche gehen) und die Liturgie, das Halleluja, die vielen Lesungen, das Osterfeuer und die Glocken sind wichtig.
Ostern – selten denken wir darüber nach, was es für uns ist.
Aber wenn wir es tun, fällt uns ein, was an Ostern wichtig ist:
Die Message nicht vergessen!

CHRISTUS IST WAHRHAFT AUFERSTANDEN! HALLELUJA!


29.03.2018

Karfreitagsgedanken

Der FÜR UNS am Kreuz gestorben ist . . .

Ein Satz fällt mir ein, den ich vor ein paar Tagen in einem Krimi gelesen habe:

„Der Himmel eines Menschen kann immer nur so groß sein wie die Liebe,
die er bereit ist ANZUNEHMEN.“
(aus „Die Hex ist tot“ von Monika Geier)

Der FÜR UNS am Kreuz gestorben ist . . .

Können wir diese Liebe, diesen Himmel annehmen – – –


31.12.2017

Guter Gott,
ein neues Jahr liegt vor uns,
ich freue mich auf die kommenden Tage,
sei bei mir, wenn es mal nicht so gut läuft;
zeig mir den richtigen Weg, wenn ich mal nicht weiter weiß,
schenk mir Freunde, die mir bei jeder Hürde zur Seite stehen.
Amen.


20.12.2017

Vorweihnachtsgebet – wenn Du trauerst . . .

Herr, ich kann keine

Weihnachtsfreude empfinden.

Meine Trauer, meine Sehnsucht

sind zu schwer.

Einen Menschen habe ich verloren,

der Tod hat ihn von meiner Seite genommen.

Wie wird das kommende Fest –

ohne ihn, hier für mich?

In Gedanken wende ich

meinen Blick zu ihm,

dem geliebten Menschen –

und glaube daran,

dass er dieses Weihnachtsfest

in Deinem liebenden Licht erlebt –

unvorstellbar anders als jedes Weihnachtsfest zuvor.

Denn Deine Güte und Barmherzigkeit

ist mehr und anders als alles,

was ich mir vorstellen kann.

Trotzdem fühle ich mich allein.

Herr, es ist zu schwer für mich.

Bitte, hilf mir tragen.
HMH


19.11.2017

Das Gleichnis vom anvertrauten Geld
Mt 25,14 Es ist wie mit einem Mann, der auf Reisen ging: Er rief seine Diener und vertraute ihnen sein Vermögen an.
Mt 25,15 Dem einen gab er fünf Talente Silbergeld, einem anderen zwei, wieder einem anderen eines, jedem nach seinen Fähigkeiten. Dann reiste er ab. Sofort
Mt 25,16 begann der Diener, der fünf Talente erhalten hatte, mit ihnen zu wirtschaften, und er gewann noch fünf dazu.
Mt 25,17 Ebenso gewann der, der zwei erhalten hatte, noch zwei dazu.
Mt 25,18 Der aber, der das eine Talent erhalten hatte, ging und grub ein Loch in die Erde und versteckte das Geld seines Herrn.
Mt 25,19 Nach langer Zeit kehrte der Herr zurück, um von den Dienern Rechenschaft zu verlangen.
Mt 25,20 Da kam der, der die fünf Talente erhalten hatte, brachte fünf weitere und sagte: Herr, fünf Talente hast du mir gegeben; sieh her, ich habe noch fünf dazugewonnen.
Mt 25,21 Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn!
Mt 25,22 Dann kam der Diener, der zwei Talente erhalten hatte, und sagte: Herr, du hast mir zwei Talente gegeben; sieh her, ich habe noch zwei dazugewonnen.
Mt 25,23 Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn!
Mt 25,24 Zuletzt kam auch der Diener, der das eine Talent erhalten hatte, und sagte: Herr, ich wusste, dass du ein strenger Mann bist; du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast;
Mt 25,25 weil ich Angst hatte, habe ich dein Geld in der Erde versteckt. Hier hast du es wieder.
Mt 25,26 Sein Herr antwortete ihm: Du bist ein schlechter und fauler Diener! Du hast doch gewusst, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe.
Mt 25,27 Hättest du mein Geld wenigstens auf die Bank gebracht, dann hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen zurückerhalten.
Mt 25,28 Darum nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat!
Mt 25,29 Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat.
Mt 25,30 Werft den nichtsnutzigen Diener hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen.

Unsere Talente sind nicht zum Vergraben,

jeder hat SEINE Gaben

als einziger genau so bekommen.

Wie viele werden genutzt und angenommen?
HMH