Mödring

Blick aus dem Pfarrhof mit Spiegelung der Kirche im Steintisch / Foto: Leopold Hornbachner

urkundlich seit 1288 Pfarre
Wirren der Reformationszeit ca. 1560 – 1620 
ab 1681 wieder selbständige Seelsorge
seit 1759 Pfarre im heutigen Umfang 

Bauphasen der Kirche:
Romanische Kirche 12./13. Jhd
Chor und Katharinenkapelle 1. Hälfte 14. Jhd
Zerstörungen durch die Hussiten um 1430, anschl. Wiederherstellungen
Neubau des Langhauses ca. 1499-1525
Daten dazu: Inschrift am Südportal „Anno domini M+CCC+99 = 1499), Abschlußbogen zur Katharinenkapelle „1525“
Verzierung der Emporenunterwölbung mit Stuckrippen Ende 16. Jhd
Barockisierung des Inneren Mitte 17. und Mitte 18. Jhd

Einrichtung und Ausstattung: 
Kirchenpatron: Hl. Johannes der Täufer (Patrozinium: 24. Juni) (wahrscheinlich eine Gründung des Stiftes Garsten bei Steyr, vgl. Schenkung des Hermann von Modrich 1180/90)
Hochaltar: Altartisch mit Tabernakel, Altarbild „Taufe Jesu durch Johannes“ von Joseph Hauzinger (1776), im Altarraum rechts Sessionsnische, links Sakramentsnische und Rosenkranzbild 
Kanzel: traditioneller Ort der Verkündigung – in der jetzigen Form von 1765
Rechter Seitenaltar: bezeichnet „1652, Muttergottes mit Kind, oben Hl. Dreifaltigkeit zwischen hl. Barbara und hl. Katharina
Linker Seitenaltar: Laut Stifterinschrift errichtet 1673, erneuert 1734, Darstellung der Hl. Dreifaltigkeit
Katharinenaltar: 1673, Aufbau wie bei den gotischen Flügelaltären der Zeit um 1500, wohl kostbarstes Stück der Einrichtung; Darstellungen: Hl. Katharina mit den Philosophen, seitl. hl. Florian (in der Darstellungsweise des hl. Leopold) und hl. Sebastian, oben Taufe Jesu aus der Werkstatt Caspar Leusering (vgl. Horn, Kirche St. Stephan)
Taufstein: Inschrift „Allein Got die Ehr, Hans Klocker 1591“ (Reformationszeit)
Orgel von Johann M. Kaufmann, 1907
Bild des hl. Leonhard, 1765
Herz-Jesu-Statue von Ferdinand Stuflesser, Grödnertal, um 1905
Kreuzweg nach 1800
Andachtsbild „Pieta“ um 1790 

Text: Josef Kierberger