Piaristenkirche

Piaristenkirche, vorne: Pestsäule

Die Horner Piaristenkirche ist ein frühbarocker Bau aus der Zeit um 1660; nur der Turm stammt aus dem vorigen Jahrhundert. An der Südseite öffnet sich ein hoher Arkadengang. Innen ist das breite, tonnengewölbte Kirchenschiff lediglich durch jeweils zwei Pilasterpaare gegliedert. Die Westempore weist über ihren Arkaden eine Tafel mit lateinischer Inschrift aus dem Jahr 1675 auf, welche von der Kirchweihe durch den damaligen Bischof von Passau berichtet.

Blick zum Altar

Der Hochaltar aus Stockmarmor weist ein Altarbild des berühmten Johann Martin Schmidt, genannt „Kremser Schmidt“, aus dem Jahr 1777 auf. Es zeigt den Hl. Antonius von Padua vor Maria mit dem Jesuskind knieend und wurde im Sommer/Herbst 2000 vom Bundesdenkmalamt vollständig renoviert.

Blick zur Orgel

Der Komplex des ehemaligen Piaristenkonvents und -gymnasiums geht auf das sogenannte „Große Haus“ der Freiherrn von Puechheim zurück, dessen attraktive Renaissance-Arkaden im heutigen Innenhof erst jüngst wieder freigelegt wurden. Die Piaristen wirkten seit dem 17. Jahrhundert in Horn und führten hier ein auf sehr hohem Niveau stehendes Gymnasium. Im 18. Jahrhundert wurden hier zahlreiche mythologische, religiöse und vaterländische Dramen aufgeführt.